Makrofotografie mit Sony A7s + SEL 30mm 3.5 Makro



Der Frühling ist eine bemerkenswerte Jahreszeit, nach der Monotonie des Winters startet die Natur eine regelrechte Reizüberflutung in Form von Blüten und Farben. Überall lassen sich Motive finden und so zeige ich euch in diesem Artikel einige Bilder die ich im Kleingarten bei meinem Onkel Mitte Mai gemacht habe um meine erste Sony Systemkamera zu testen. In der Vergangenheit habe ich ausschließlich mit Minolta, Nikon und zuletzt Canon Spiegelreflexkameras gearbeitet.

Als Kamerasystem habe ich mich für die Sony Ilce A7s entschieden, da meine Objektivauswahl zu diesem Zeitpunkt begrenzt war wollte ich einen Test mit einem älteren Objektiv versuchen das ich eigentlich im Videosegment verwendet habe, das SEL 30mm 3.5 Makro. Das Makroobjektiv ist günstig und besitzt zudem  eine Eigenschaft die den Einsatz dieses APS-C Objektivs auch auf einer Vollformatkamera rechtfertigt. Die Naheinstellgrenze ist so gering das man unbewegliche Objekte direkt vor die Linse setzen kann und somit einen größeren Vergrößerungsfaktor erhält. Der Nachteil ist natürlich das man mit einem APS-C Objektiv auf einer Vollformatkamera nur noch gut 2/3 an Pixel auf dem Sensor beansprucht.  Bei der Sony A7s bedeutet das eine Bildgröße von 2768 x 1560 Pixel wenn man ein APS-C Objektiv verwendet im Vergleich zu den 4240 x 2832 Pixel wenn man ein Vollformatobjektiv verwendet.  Man muss dazu sagen dass es immer drauf ankommt in was für einer Bildgröße man das Foto benötigt, bei Bildern mit Vollformatobjektiv hat man in der Nachbearbeitung die Möglichkeit einen besseren Ausschnitt zu wählen um das Motiv weiter zu vergrößern. Macht man das mit den Fotos die man mit einem APS-C Objektiv auf der A7s gemacht hat reduziert sich die Bildgröße, das bedeutet Prints in mittlerer Größe und in guter Qualität sind dann nicht mehr möglich. Für den Einsatz in Webseiten oder Blogs bleibt die Bildgröße allerdings immer noch mehr als ausreichend und gut.

Mittlerweile fotografiere ich im Makrobereich fast ausschließlich mit dem Sony 90 mm Makro G OSS  2.8. Bei diesem Objektiv muss man gut 28 cm vom Objekt entfernt sein um es überhaupt scharf stellen zu können, gemessen wird natürlich vom Sensor bis zum Objekt, da das Objektiv bereits recht lang ist benötigt man allerdings immer noch gut 10 cm. Im Vergleich der beiden Objektive stellte sich  somit heraus dass  in einigen Situationen der Einsatz des SEL 30mm durchaus berechtigt ist. 

 

 

Wer eine Vollformatkamera benutzt der möchte den Sensor auch maximal ausschöpfen und so kommt das SEL 30mm bei mir nur noch selten zum Einsatz. Aufgrund seiner geringen Größe und des geringen Gewichts habe ich mich allerdings bis Dato nicht von diesem Objektiv getrennt. Es passt förmlich in die Hosentasche und liefert eine passable Qualität an Fotos bei guten Lichtverhältnissen wie man hoffentlich an den folgenden Beispielfotos sehen kann. Alle hier gezeigten Fotos wurden nicht nachbearbeitet, es sind die Originalaufnahmen die auf ein kleineres Bildformat mit 60% der Qualität für Web abgespeichert wurden.


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