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Architektur im Medienhafen Düsseldorf



Eigentlich gehört diese Kategorie der Fotografie nicht unbedingt zu meinen Kerngebieten, aber wer kann sich als Fotograf einem schönen und fotogenen Anblick entziehen? Ich nicht, und so entstanden einige der hier gezeigten Aufnahmen nach einem Drehtag der für ein Musikvideo gedacht war. Bereits vor meinem eigentlichen Job am Medienhafen machte ich einige Langzeitbelichtungen mit Blick auf den Düsseldorfer Fernsehturm sowie die Gehry Bauten zum Sonnenaufgang, die Fotos sind im Artikel: Zum Sonnenaufgang im Medienhafen zu sehen.

Hier trifft ein alter Hafen die moderne Kunst und Architektur, eins vorweg, die Kombination ist in meinen Augen vorzüglich gelungen und der Düsseldorfer Medienhafen bietet für Architekturfotografen ein reiches Angebot an erstklassigen Motiven. Wie gesagt, in meinem Fall entstanden die Fotos nebenbei, ich bin nicht gezielt für Architekturfotografie gerüstet gewesen und wollte einfach ein paar Bilder knipsen die ich euch nun hier zeigen kann, ich hoffe das euch das ein oder andere Bild dennoch gefällt.

 

Leider kenne ich nicht alle Namen der diversen Gebäude, aber einige sind mir bekannt und die möchte ich euch eben aufzählen. Auf dem ersten Foto sieht man in der Mitte ein buntes Gebäude mit rotem Dach, das ist das Colorium, es ist über 60 Meter hoch und gehört zu den höchsten Gebäuden im Medienhafen Düsseldorf. Entworfen wurde das Colorium vom britischen Architekten und Maler William Allen Aslop, der sich insbesondere durch seine hellen und intensiven Farben auszeichnet. 

 

Auf dem dritten Foto sieht man in der Mitte ein Gebäude das sich Port Event Center (PEC) mit Wolkenbügel nennt. Entworfen wurde dieses Gebäude von Norbert Wansleben aus Köln. Als Abschluss des Hafenbeckens sollte mit diesem Gebäude ein Gegenstück zum nördlich gelegenen Fernsehturm geschaffen werden. Der Wolkenbügel hingegen sollte zwischen der westlichen und östlichen Hafenseite vermitteln und somit einen Übergang herstellen. Unter dem Wolkenbügel befindet sich ein Denkmalgeschütztes Hafengebäude, die sogenannte Kraftzentrale von 1896, eine Interessante Mischung wie ich finde. Rechts vom Port Event Center befindet sich das SIGN, entworfen von Helmut Jahn, mit 76 Metern Höhe ist es derzeit das höchste Gebäude im Medienhafen Düsseldorf. Links im Bild sieht man das DOCK, es wurde vom niederländischen Reichsbaumeister Jo Coenen entworfen.

 

Das vierte Foto zeigt das heutige Hotel Hyatt Regency Düsseldorf, das Gebäude wurde von JSK Architekten, später SOP Architekten entworfen und ist erst seit 2010 im fertigen Zustand zu bewundern. Zuvor befand sich an dieser Stelle des Medienhafens von 2003 bis 2006 das Monkey’s Island, eine Chilloutzone mit kleinem Strand und Biergarten Atmosphäre für Anhänger der elektronischen Subkultur. Ich war gerne und oft dort und fand es richtig schade als 2006 das Monkey’s Island geschlossen wurde. Ich habe das Foto in monochrom gehalten da es mich so ein wenig an das Nintendo Spiel Tetris erinnert.

 

 

Den Abschluss bilden einige monochrome Detailaufnahmen des Kai Center die ich während der ersten Lichtstrahlen gemacht habe. Der starke Kontrast an dieser Gebäudefassade und das einfallende Licht kommen am besten in der schwarz-weiß Fotografie zur Geltung wie ich finde.  Alles in allem dürfte die Location Medienhafen Düsseldorf für richtige Architekturfotografen ein kleines Paradies sein, für mich war es sicher nicht die letzte Fotosession dort denn ein Termin für Nightshots steht bereits :-)