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Historischer Weihnachtsmarkt im Rittergut Birkhof



 

Weihnachtsmärkte gefallen mir persönlich ziemlich gut, die Gerüche von Glühwein, Gewürzen und Gebäck in Verbindung mit den dekorativen Elementen sorgen bei mir für weihnachtliche Stimmung. Natürlich ist nicht jeder Weihnachtsmarkt etwas Besonderes, viele Weihnachtsmärkte sind eher eine Enttäuschung, die höchstens für eine Tasse Glühwein gut sind.  Besonders schön finde ich Weihnachtsmärkte in historischem Ambiente, noch schöner wird es wenn statt den standard Weihnachtskitsch Ständen auch interessante oder historische Dinge angeboten werden. 

Letztes Jahr hat es mir der kleine Weihnachtmarkt in Liedberg angetan, ein kleiner Stadtteil von Korschenbroich, gut organisiert und traditionell gehalten war das mein Favorit für 2014.  In diesem Jahr habe ich mich dazu entschlossen den historischen Weihnachtsmarkt im Rittergut Birkhof unter die Lupe zu nehmen.  Was mir dort besonders gut gefallen hat und was ich weniger gut fand werdet ihr in den kommenden Zeilen erfahren. 

 

Wer den Weihnachtsmarkt im Rittergut Birkhof besuchen möchte muss zuerst einmal 2 Euro für den Eintritt bezahlen, das ist für mich weder ein Hindernis noch ein Negativpunkt, so ist es nicht zu überfüllt und die Organisatoren verdienen etwas um das Event noch schöner zu gestalten. Kinder unter 12 Jahre müssen keinen Eintritt bezahlen. Das Ambiente eignet sich hervorragend für einen „historischen“ Weihnachtsmarkt, das Rittergut  Anno 1846 ist liebevoll restauriert worden und bietet im Innenhof sowie in diversen restaurierten Stallungen jede Menge Platz für Aussteller.

 

Bei den Weihnachtsständen bemerkt man schnell, dass man viel Wert darauf gelegt hat den „historischen“ Charme bzw. das Motto der Veranstaltung gerecht zu werden. So ziemlich am Anfang in einem kleinen Nebengebäude entdeckte ich den Stand von Gerhard Lorenz der eine Lindberger Glasstube betreibt, sein Sohn bearbeitete live vor dem Publikum mit einem Gasbrenner einen Glasrohling. Der Vater stand an einer Graviermaschine, mit Leidenschaft in den Augen, und bearbeitete ein Glas um es zu verfeinern. Wow dachte ich mir, genau so muss das aussehen, ich fühlte mich gleich um 100 Jahre in die Vergangenheit gezaubert als das Wort Stress noch ein Fremdwort war. 


Der Duft von feinem Gebäck lag in der Luft, das war auch kein Wunder denn gleich neben der Glasstube von Gerhard Lorenz stand Dieter Adrian von der Confiserie Sennegold aus Bielefeld. Neben vielen leckeren Plätzchen fertigte Herr Adrian die Sennegold Zimtwaffeln die natürlich für einen umwerfenden und angenehmen Geruch sorgten.  Die Kombination aus Kunsthandwerk und hausgemachten frischen Waffeln ließen keinen Zweifel das ich in meinem Blog einen Artikel über meinen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt im Rittergut Birkhof schreiben sollte. Es gibt doch nichts Schöneres als schöne Momente mit anderen zu teilen.

Mein Spaziergang ging weiter, neben diversen Künstlern die Schmuck, Skulpturen und handgemalte Ölgemälde verkauften entdeckte ich einen langen Steinofen und wurde neugierig was denn dort zubereitet wird. Der mobile Steinofen gehörte zur Bäckerei Tockloth, zubereitet wurden dort Flammkuchen und frisches Steinofenbrot. Die Tatsache das der Steinofen mit echtem Holz befeuert wurde animierte mich mir einen Platz in der Warteschlange zu sichern um den Flammkuchen zu probieren. Ein Brot habe ich mir natürlich auch gekauft, beides wirklich lecker und empfehlenswert, das Brot war sogar eins der besten das ich bis Dato gegessen habe, erstklassig. 


Die ganzen weihnachtlichen Eindrücke komplettierten sich in einer harmonischen unterschwelligen Weihnachtsmusik, am Anfang dachte ich das hier eine CD abgespielt wird, doch dann entdeckte ich auf einem kleinen Balkon eine Musikkapelle die dort live spielte, perfekt. Das gesamte Konzept schien bis ins letzte Detail gut organisiert zu sein, statt den modernen Drehkarusselle entdeckte ich ein antikes Dampfkarusell das natürlich vorzüglich in das restliche Ambiente integriert wurde. Ein Maronenstand, Glühwein und diverse Weihnachtszelte rundeten das Angebot ab. Für das Leibliche Wohl gab es natürlich Grillwaren wie Würstchen und auch süße Leckerrein von Popcorn bis Crepes.

 

Bei den vielen positiven Eindrücken muss man sich wahrlich anstrengen um irgendetwas negatives berichten zu können. Doch es gab etwas was mir nicht so gut gefallen hat, die Lückenfüllerdekoration wo z.B. keine Stände waren wurde etwas lieblos mit Heuballen und Kartoffelsäcken verziert, in denen unschöne Weihnachtsgeschenke aus Plastik gelegt wurden. Ich glaube das man das noch ein Ticken besser machen kann. Ansonsten kann ich den Weihnachtsmarkt im Rittergut Birkhof, der zum Stadtteil Korschenbroich gehört, wärmstens empfehlen, nächstes Jahr bin ich wieder dabei, denn nicht nur mir hat er gut gefallen, sondern auch meinen Kindern und der gesamten Familie die ich im Schlepptau hatte :-)